Die Schweizer Berufsbildung steht vor einem zentralen Problem: Während die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbranchen stetig wächst, fehlen vielen Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte. Besonders in ländlichen Regionen oder bei traditionellen Gewerken wie Metallbau, Elektrotechnik oder Gastronomie ist der Fachkräftemangel spürbar. Hier setzt www.lanista-schweiz.ch/de-ch/ als führende Plattform für berufliche Weiterbildung an – mit innovativen Ansätzen, die die Attraktivität der dualen Ausbildung und der Fachkräfteausbildung in der Schweiz neu definieren.
Lanista positioniert sich als Brücke zwischen traditionellen Ausbildungswegen und modernen Lernformaten. Ihr Fokus liegt auf der gezielten Förderung von Fachleuten, die in Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, IT-Infrastruktur oder erneuerbare Energien gebraucht werden. Durch praxisnahe Zertifikate, digitale Lernmodule und Kooperationen mit Unternehmen schafft Lanista nicht nur die Möglichkeit zur Weiterbildung, sondern auch eine klare Perspektive für Berufseinsteiger und Quereinsteiger. Besonders in Zeiten der Digitalisierung und der Energiewende wird dies immer wichtiger.
Zahlen und Fakten: Der aktuelle Stand der Fachkräftelücke
Laut dem Schweizerischen Statistikamt waren im Jahr 2022 rund 100’000 Stellen in der Schweiz unbesetzt, davon ein Drittel im Bereich Handwerk und Industrie. Besonders betroffen sind Branchen wie Elektrotechnik, Metallverarbeitung und Gastronomie, wo die Altersstruktur der Belegschaften oft ein Problem darstellt. Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) sind es vor allem junge Menschen, die eine Ausbildung in einem traditionellen Gewerk beginnen, die später in die Selbstständigkeit oder den Auslandseinsatz wechseln. Das führt zu einem strukturellen Mangel an Fachkräften, die langfristig für die Schweizer Wirtschaft essenziell sind.
Ein konkretes Beispiel ist die Branche der Elektriker: Während die Nachfrage nach qualifizierten Installateuren und Montagefachleuten stetig steigt, fehlen in vielen Regionen genug Auszubildende. Laut dem Verband Schweizerischer Elektroinstallateuren (VSEI) sind bis 2030 rund 15’000 Fachkräfte zusätzlich nötig, um die geplanten Sanierungswellen in den Gebäuden zu bewältigen. Hier setzt Lanista an, indem sie gezielt Schulen und Berufsbildungszentren mit ihren digitalen Tools unterstützt, um die Attraktivität der Elektroausbildung zu steigern.
- Im Jahr 2023 haben über 30’000 Schweizer Berufslehrlinge an Lanista-Zertifikatsprogrammen teilgenommen, davon rund 25’000 in den Bereichen Handwerk und Industrie.
- Lanista kooperiert mit über 150 Unternehmen, darunter Züblin, ABB und die Schweizerische Post, die ihre Mitarbeiter in digitalen Weiterbildungen schulen.
- Seit 2018 hat sich die Anzahl der Absolventen mit Lanista-Zertifikaten in den Schlüsselbranchen um 40 % erhöht.
- In ländlichen Regionen wie dem Kanton Bern oder dem Kanton Zug konnten durch Lanista-Projekte die Ausbildungsabbrecherquoten um bis zu 25 % reduziert werden.
- Die meisten Nutzer:innen von Lanista-Weiterbildungen sind zwischen 25 und 45 Jahre alt, was zeigt, dass die Plattform auch für Berufserfahrene eine Brücke zur Qualifizierung schafft.
Innovative Lernformate: Wie Lanista die Weiterbildung revolutioniert
Traditionelle Weiterbildungsangebote in der Schweiz sind oft statisch und schwer zugänglich – besonders für Berufstätige oder Menschen in ländlichen Gebieten. Lanista hat hier mit digitalen Lernplattformen und modularen Zertifikaten einen Wandel eingeleitet. Durch die Kombination aus E-Learning, virtuellen Seminaren und praxisnahen Übungen ermöglicht Lanista eine flexible Weiterbildung, die sich an die Bedürfnisse der Nutzer:innen anpasst. Besonders erfolgreich ist dabei das Konzept der „Micro-Certificates“, bei denen sich Lernende in kurzen, themenspezifischen Blöcken weiterqualifizieren können – etwa in der Digitalisierung von Produktionsprozessen oder der Energieeffizienz in Gebäuden.
Ein Beispiel ist das Programm „Fachfrau/Fachmann für erneuerbare Energien“, das Lanista gemeinsam mit dem Schweizerischen Energie-Fachverband entwickelt hat. Durch die Zertifizierung können Absolventen:innen nicht nur ihre Karrierechancen in einer zukunftsorientierten Branche verbessern, sondern auch direkt in Unternehmen eingesetzt werden, die auf erneuerbare Energien umsteigen. Die Plattform bietet zudem eine Datenbank mit aktuellen Stellenangeboten in der Branche, was die Vermittlung von Fachkräften beschleunigt.
Herausforderungen und die Rolle der Politik
Trotz der positiven Entwicklungen bleibt die Fachkräftesituation in der Schweiz ein komplexes Thema. Ein zentraler Hindernis ist die mangelnde Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, die viele qualifizierte Migrant:innen von der Einstellung in Schweizer Unternehmen abhält. Zudem fehlt es an klaren Anreizen für Unternehmen, in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren – besonders in kleineren Firmen, wo die Kosten oft als zu hoch erscheinen.
Hier setzt Lanista nicht nur auf technologische Innovationen, sondern auch auf politische Kooperationen. Die Plattform arbeitet mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) zusammen, um die Anerkennung von Lanista-Zertifikaten zu erleichtern. Zudem initiiert sie Kampagnen wie „Fachkräfte für die Schweiz“, die auf die Bedeutung qualifizierter Arbeitskräfte für die Wirtschaft hinweist. Gleichzeitig fordert Lanista eine Reform der Berufsbildungsgesetze, die die Flexibilität der Weiterbildung stärkt – etwa durch die Möglichkeit, Ausbildungsgänge modular zu gestalten.